Foto (privat): V.r.n.l. Prof. em. Dr. Georg Baudler, Benno Groten (Direktor des Katechetischen Instituts Aachen), Heinrich Kaiser (ehemaliger Leiter der Schulabteilung und kommissarischer Leiter des Katechetischen Instituts), Prof. Dr. Guido Meyer (Professor für Religionspädagogik, RWTH Aachen, und Nachfolger von G. Baudler), Dr. Hermann-Josef Perrar (früherer Mitarbeiter am Lehrstuhl Baudler)

 

Prof. Dr. Georg Baudler – Verdienter Emeritus feiert 80. Geburtstag

Ein Nachmittag im Aachener KI (Katechetischen Institut): in einem kleinen Kreis früherer Mitarbeiter/innen feiert Prof. Dr. Georg Baudler, einer der bedeutendsten Religionspädagogen seiner Zeit, seinen 80. Geburtstag nach. Unter den geladenen Gästen: Egon Spiegel, sein Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Zeit von 1980 bis 1985.  

Georg Baudler hat bei Karl Rahner, damals Inhaber des Guardini-Lehrstuhls in München, promoviert. Baudler hat sich nicht nur um die Grundlagenforschung in der Religionspädagogik, sondern auch im Bereich der Fachdidaktik verdient gemacht. Mit seiner Dissertation „Wahrer Gott als wahrer Mensch“ vollzieht er die anthropologische Wende, seine Veröffentlichungen zur Korrelations- und Symboldidaktik sind bahnbrechend, sein Buch über die Gleichnisse Jesu eröffnet einen einzigartigen, originellen Überblick über sämtliche Gleichnisse Jesu („Jesus im Spiegel seiner Gleichnisse“) und gibt diesen eine eigene Ordnung. Baudler hat sich intensiv mit der Frage nach dem Verhältnis von Religion und Gewalt beschäftigt und sich dabei u.a. gründlich mit René Girard auseinandergesetzt. Neben seinen religionswissenschaftlichen (religionsgeschichtlichen und religionsphänomenologischen) Studien (u.a. „Erlösung vom Stiergott“) sind auch seine naturwissenschaftlichen hervorzuheben. Baudler, der ein begnadeter Autor und Dozent ist, zählt zweifellos zu den publikationsstärksten Kollegen der Scientific Community. In seiner Tischrede konnte sein früherer Mitarbeiter E. Spiegel auf eine für ihn bahnbrechende Zusammenarbeit mit dem Jubilar zurückschauen und diese mit großer Dankbarkeit als für seinen beruflichen Weg maßgeblich würdigen.