(Foto: Egon Spiegel)
In der Moschee: Prof. Dr. Cyprian Rogowski (hintere Reihe, 6.v.l.) neben dem Imam, Mehmet Celik (5.v.l.), und dem Muezzin, Mahmut Sari (4.v.l.), sowie den beiden Moscheekatechetinnen Funda Sari (3.v.l.) und Fatma Calkara (2.v.l.)

 

Interreligiöser Dialog mit dem Islam als Friedensreligion
Lehramtsstudierende der Universität Vechta besuchen Moschee


Er ist einer der renommiertesten Professoren für Religionspädagogik in seinem Land und Inhaber des Lehrstuhls für Sakrotourismus an der polnischen Universität Olsztyn (Allenstein). Jetzt hat Prof. Dr. Cyprian Rogowski  im Rahmen eines Kooperationsvertrages seiner Universität mit der Universität Vechta ein Wochenendseminar zu Dimensionen des Gottesdienstes und der Gottesdienstgestaltung durchgeführt und dabei mit über 30 Studierenden auch die Vechtaer Moschee in der Rombergstraße besucht.
Damit sich dort die Studierenden ein Bild vom Islam machen konnten, standen ihnen nicht nur der für fünf Jahre aus der Türkei abgeordnete Imam der Moscheegemeinde, Mehmet Celik, sondern auch der Muezzin, Mahmut Sari, sowie zwei junge ehrenamtliche Katechetinnen für ein Gespräch zur Verfügung. Diese führten nicht nur in die islamische Spiritualität und gottesdienstliche Praxis ein. Sie unterstrichen auch, dass sich der Islam als jüngste der drei abrahamischen Religionen, gegen allen gegenwärtigen Anschein, als Friedensreligion verstehe.
Die zukünftigen Religionslehrerinnen und Religionslehrer, die bislang ausnahmslos keine Moschee von innen gesehen hatten, konnten dort sogar einem Gebet beiwohnen. Für sie hat mit den Erfahrungen in der Moschee die Forderung nach einem interreligiösen Dialog einen realen Hintergrund bekommen. Den Islam mit anderen Augen sehen und ihn so differenziert beurteilen können, wie sie sich dieses auch für ihre christliche Religion wünschen, soll eine wesentliche Zielsetzung des eines Tages von ihnen erteilten Religionsunterrichts sein.