Seit sieben Jahren kooperiert Egon Spiegel mit dem Professor für Weltgeschichte und Direktor des Instituts für Friedensforschung von der chinesischen Nanjing University, Prof. Dr. Liu Cheng. Im Rahmen dieser Kooperation und mittlerweile fast 20 Forschungs- und Vortragsaufenthalten in China sind auch seine Kooperationen mit dem Nanjing Massacre Museum und dem John Rabe Haus in Nanjing zu sehen. Zweimal besuchte Spiegel diese Einrichtungen auch mit einer größeren Gruppe von Studierenden der Universität Vechta.

Ausdrücklich als Professor der Universität Vechta konnte er die Beantragung eines seinem Kollegen Liu Cheng übertragenen UNESCO-Lehrstuhls für Friedenswissenschaft an der Nanjing Universität unterstützen. Jetzt ist er vom „Institute of Nanjing Massacre History and International Peace“ als Distinguished Researcher ausgezeichnet worden. Bei der Übergabe der Urkunde brachte der Direktor des Instituts, Zhang Jianjun, zum Ausdruck, dass er sich von Spiegel als Theologen insbesondere Forschungen zur Frage nach den religiösen Motivationen derjenigen erwarte, durch deren Einsatz das Leben von über 250.000 Einwohnern Nanjings, der damaligen Hauptstadt von China, gerettet werden konnte, während 300.000 Einwohner einem nur wenige Wochen dauernden Massaker japanischer Soldaten im Winter 1937/38 zum Opfer fielen.

Als Research Fellow des Instituts habe er die volle Unterstützung des Instituts. Während seines diesmaligen Aufenthaltes hält Spiegel in verschiedenen Universitäten und auf verschiedenen Konferenzen mehr als zehn Vorlesungen im Schnittfeld von Kultur, Religion und Politik.